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Samstag, 18. August 2012
Des Rätsels Lösung und Namenssuche!
An die vielen vielen Rätsler, die schon gespannt auf die Auflösung warten :-) : Hier ist sie! Das unbekannte Wesen, nach dem ich gefragt hatte, ist der Stein gewordene Flügelschwirrer, der von den Mitstreitern von REALTRAUM e.V in Regensburg entdeckt wurde. Ihn gesichtet und gleich mit mir in Verbindung gebracht, hat die Künstlerin Monika Veth ( monika veth art ), die natürlich mit geübtem Auge sofort die Werte dieses Wesens erkannt hat!
Erinnern soll er mich für immer und ewig an unseren gemeinsamen Lese- und Musik-Auftritt beim Regensburger Literaturbrettl (http://karinholz.beepworld.de/rliteraturbrettl.htm). Sehr schön war der nämlich - und ich habe den "Flügelschwirrer" aus diesem Blog dort neben anderen Texten zum Besten gegeben.
Obwohl - dieser Schwirrer hier erinnert mich noch an so manches andere: Dass ich nicht aufhören sollte meinen Rüssel -äh meine Nase, die mit diesem Rüssel nicht die geringste Ähnlichkeit hat, das betone ich hier ausdrücklich! - in allerhand Bücher zu stecken, wenn mich mal wieder das Kopfbetäubungsglotzvirus befällt zum Besipiel. Dass es allemal besser ist, manchmal ins Trudeln zu kommen als immer die vorgeschriebene Balance zu halten. Und dass ein freches (statt ein immer freundliches) Grinsen auch ganz hübsch sein kann.
Jetzt hängt es also an meinem Leuchter, das Schwirrvieh. Und jedes Mal, wenn ich es ansehe, muss ich schmunzeln. Eigentlich fehlt ihm nur noch ein Name. Wie wär's? Hat diesmal jemand Lust aufs Mit-Suchen? ?
Übrigens: Hier sind die anderen Reaträumer, die mit mir gelesen und musiziert haben: http://www.sabinebrandl.net/ , Jan-Eike Hornauer Textzüchterei Hornauer und Gerhard Kaßing Kanzlei Gerhard Kaßing (Musik).
Erinnern soll er mich für immer und ewig an unseren gemeinsamen Lese- und Musik-Auftritt beim Regensburger Literaturbrettl (http://karinholz.beepworld.de/rliteraturbrettl.htm). Sehr schön war der nämlich - und ich habe den "Flügelschwirrer" aus diesem Blog dort neben anderen Texten zum Besten gegeben.
Obwohl - dieser Schwirrer hier erinnert mich noch an so manches andere: Dass ich nicht aufhören sollte meinen Rüssel -äh meine Nase, die mit diesem Rüssel nicht die geringste Ähnlichkeit hat, das betone ich hier ausdrücklich! - in allerhand Bücher zu stecken, wenn mich mal wieder das Kopfbetäubungsglotzvirus befällt zum Besipiel. Dass es allemal besser ist, manchmal ins Trudeln zu kommen als immer die vorgeschriebene Balance zu halten. Und dass ein freches (statt ein immer freundliches) Grinsen auch ganz hübsch sein kann.
Jetzt hängt es also an meinem Leuchter, das Schwirrvieh. Und jedes Mal, wenn ich es ansehe, muss ich schmunzeln. Eigentlich fehlt ihm nur noch ein Name. Wie wär's? Hat diesmal jemand Lust aufs Mit-Suchen? ?
Übrigens: Hier sind die anderen Reaträumer, die mit mir gelesen und musiziert haben: http://www.sabinebrandl.net/ , Jan-Eike Hornauer Textzüchterei Hornauer und Gerhard Kaßing Kanzlei Gerhard Kaßing (Musik).
Sonntag, 8. Juli 2012
Ich will! Unbedingt!
Irgendwann vergangene Woche fing es an. Erst ein winziger Wunsch, der Hauch einer Sehnsucht: Eigentlich hätte ich ganz gern ein Foto von dem kleinen Taubenschwänzchen. Von dem Schwirrer, der seit Neuestem meinen duftenden Lavendel besucht. Ich könnte es ja probieren, dachte ich. Ein wenig die Augen offen halten, dachte ich. Und die Kamera nicht allzu weit weg legen, dachte ich. Beim Frühstück am nächsten Morgen war es soweit. Vom Esstisch aus gut sichtbar, flog es zackig seine Runde. Eine Blüte, noch eine und dann - ein seitlicher Schwung - noch eine.
Vielleicht ist ja überhaupt alles ganz anders, denke ich. Vielleicht lauert das Taubenschwänzchen ja auf mich und nicht umgekehrt. Und wenn es auch nur einen Schatten von mir sieht - flugs verschwindet es.
Auja! Gleich hab ich mein Foto! Nur schnell die Terrassentür auf, ein Griff nach der Kamera und nur drei Sprünge weiter - Das Taubenschwänzchen macht eine elegante Rechtskurve über Lavendel und Rosen und Lilien und verschwirrt sich über den Zaun.
Einfach Pech, denke ich. Nächstes Mal. Bestimmt! Ganz bestimmt! Ich will doch so gern ein Foto - unbedingt sogar will ich!
Das Spiel wiederholt sich. Am selben Tag gegen Abend und am nächsten Morgen. Ich verfeinere meine Methode. Nehme die Kamera beim Frühstücken in die Hand, ja - stelle überhaupt das Frühstück ganz ein - und wenn der Falter angeschwebt kommt, dauert es keine zweieinhalb Sekunden und ich bin beim Lavendel. Ohne Erfolg. Jeden Tag dasselbe Bild.
Aber ich will doch so gerne!! Ein winziges Foto! Auch mit einem einzigen, völlig verschwommenen, wo man den Faltern mehr ahnen als sehen kann, wäre ich schon zufrieden! Ich erwäge schon, meinen Schlafplatz beim Lavendel aufzuschlagen, Wind und Wetter zum Trotz! um als erste dazusein, bereit, meinen Willen endlich zu bekommen.
Mein Mann rettet mich. Er hält nichts vom Schlaf im Freien. "Das klappt schon noch!", sagt er. Und auf meinen Einwurf, dass ich doch unbedingt will - und außerdem kaum noch leben kann ohne das Foto: "Kommt Zeit kommt Rat!"
Natürlich hat er Recht. Immer hat er Recht. Heute früh sitzen wir auf der Terrasse. Sonntagsfrühstück. Brötchen, Kaffee, Sonnenschein, und gute Gespräche. Aus den Augenwinkeln, ganz ohne dass ich es gewollt oder vorbereitet hätte, sehe ich es: Mein Taubenschwänzchen schwirrt. Es lässt sich Zeit heute. Seelenruhig hole ich die Kamera und mache sieben (7!) verschwommene Fotos und ein wunderschönes scharfes.
Manches wird einem eben einfach geschenkt.
Montag, 2. Juli 2012
Flügelschwirrer gesichtet!
Es dämmert. Und ich bin kurzsichtig. Und vielleicht sogar ein bisschen alt - aber wirklich nur ein bisschen. "Das verstehst du nicht, Mama.", sagen meine Söhne. Und: "Dafür bist du zu alt!"
Immer dann sagen sie es, wenn sie mir weis machen wollen, dass es eine Bildungslücke ist, keine Talentshows anzugucken. Oder dass es viel besser ist, bei dröhnender Musik Vokabeln zu lernen. Oder wenn ich über die Witze mancher fußballstadienfüllender Comedians wirklich nicht lachen kann.
Das verstehst du nicht - der Satz fällt mir ein, als ich plötzlich bei meinem Rundgang durch den Garten etwas sehe, was ich noch nie gesehen habe.
Etwas schwirrt und huscht um den Lavendel - ein wahrere Flugkünstler mit langem Rüssel. Schwirr - das etwas peilt eine Blüte an, taucht seinen Rüssel hinein, während es unsichtbar und wie irre mit den Flügeln schlägt, bleibt im Flug einen Moment stehen und dann - schwirr - geht's weiter zur nächsten Blüte.
Ich staune. Ein Kolibri? In meinem Garten?
Meine Söhne schauen mich schon wieder an mit diesem Blick.
"Ein Kolibri? Bei uns? Bist du sicher?"
"Nein", sage ich. "Eben KEIN Kolibri!" Dass das Tier viel kleiner ist, erkläre ich. Dass es wahrscheinlich kein Vogel und dass sein Hinterteil irgendwie gestreift ist und dass es im Ganzen orange aussieht.
Leeres Staunen in den Augen meiner Söhne.
"Vielleicht doch ein Kolibri?", sagt nach einer Weile der Große. Kommentiert es mit kurzem "Tz". So wie nur er "Tz" machen kann. Immerhin - das hört sich ein wenig nach Verständnis an, finde ich.
Und der Jüngere? "Krass", sagt er. Und flups - ist er schon wieder weit weg - abgetaucht in die Welt der Handykommunikation. Tipp.Tipp. Tipp-tipp-tipp. Atemberaubend. Fast so schnell wie mein Schwirrtier, denke ich.
Ich seufze. Also - ich muss selbst herausfinden, wer oder was dieses Tier gewesen ist. Ich. Fast-Alte. Nicht-Versteherin. Seufz. Und wo finde ich die Info?
Im neumodischen Internet. Wo sonst?
Der NABU weiß es schließlich: Das Schwirrtier ist ein "Taubenschwänzchen". Ein Schmetterling, der aus dem Mittelmeerraum zu uns kommt, auch immer häufiger bei uns überwintert. Ich lese, dass das kleine Ding auf seiner Wanderung bis zu 2.000 Kilometer weit fliegt, dass es Höhen von 2.500 Metern überwindet und dass es durch seine Flugtechnik in fünf Minuten mehr als 100 Blüten besuchen kann! Und dass es oft für einen Kolibri gehalten wird. Sieh an! Ein Tier der Superlative hat in meinem kleinen, unbedeutenden Garten Station gemacht.
Ich bin beeindruckt.
"Ein Kolibri - ein Kolibri - Mama, gibt es in deinem Garten Kolibris?"
Ich lächle sanftmütig.
"Nein, mein Schatz. Wie kommst du denn auf sowas?", sage ich verständnisvoll. Wenn man jung ist, kann man schließlich nicht alles wissen!
Hier gibt's noch viel mehr Infos zu dem tollen Tier:
http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/insektenundspinnen/schmetterlinge/nachtfalter/05175.html
Immer dann sagen sie es, wenn sie mir weis machen wollen, dass es eine Bildungslücke ist, keine Talentshows anzugucken. Oder dass es viel besser ist, bei dröhnender Musik Vokabeln zu lernen. Oder wenn ich über die Witze mancher fußballstadienfüllender Comedians wirklich nicht lachen kann.
Das verstehst du nicht - der Satz fällt mir ein, als ich plötzlich bei meinem Rundgang durch den Garten etwas sehe, was ich noch nie gesehen habe.
Etwas schwirrt und huscht um den Lavendel - ein wahrere Flugkünstler mit langem Rüssel. Schwirr - das etwas peilt eine Blüte an, taucht seinen Rüssel hinein, während es unsichtbar und wie irre mit den Flügeln schlägt, bleibt im Flug einen Moment stehen und dann - schwirr - geht's weiter zur nächsten Blüte.
Ich staune. Ein Kolibri? In meinem Garten?
Meine Söhne schauen mich schon wieder an mit diesem Blick.
"Ein Kolibri? Bei uns? Bist du sicher?"
"Nein", sage ich. "Eben KEIN Kolibri!" Dass das Tier viel kleiner ist, erkläre ich. Dass es wahrscheinlich kein Vogel und dass sein Hinterteil irgendwie gestreift ist und dass es im Ganzen orange aussieht.
Leeres Staunen in den Augen meiner Söhne.
"Vielleicht doch ein Kolibri?", sagt nach einer Weile der Große. Kommentiert es mit kurzem "Tz". So wie nur er "Tz" machen kann. Immerhin - das hört sich ein wenig nach Verständnis an, finde ich.
Und der Jüngere? "Krass", sagt er. Und flups - ist er schon wieder weit weg - abgetaucht in die Welt der Handykommunikation. Tipp.Tipp. Tipp-tipp-tipp. Atemberaubend. Fast so schnell wie mein Schwirrtier, denke ich.
Ich seufze. Also - ich muss selbst herausfinden, wer oder was dieses Tier gewesen ist. Ich. Fast-Alte. Nicht-Versteherin. Seufz. Und wo finde ich die Info?
Im neumodischen Internet. Wo sonst?
Der NABU weiß es schließlich: Das Schwirrtier ist ein "Taubenschwänzchen". Ein Schmetterling, der aus dem Mittelmeerraum zu uns kommt, auch immer häufiger bei uns überwintert. Ich lese, dass das kleine Ding auf seiner Wanderung bis zu 2.000 Kilometer weit fliegt, dass es Höhen von 2.500 Metern überwindet und dass es durch seine Flugtechnik in fünf Minuten mehr als 100 Blüten besuchen kann! Und dass es oft für einen Kolibri gehalten wird. Sieh an! Ein Tier der Superlative hat in meinem kleinen, unbedeutenden Garten Station gemacht.
Ich bin beeindruckt.
"Ein Kolibri - ein Kolibri - Mama, gibt es in deinem Garten Kolibris?"
Ich lächle sanftmütig.
"Nein, mein Schatz. Wie kommst du denn auf sowas?", sage ich verständnisvoll. Wenn man jung ist, kann man schließlich nicht alles wissen!
Hier gibt's noch viel mehr Infos zu dem tollen Tier:
http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/insektenundspinnen/schmetterlinge/nachtfalter/05175.html
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